Satellitenbild des Monats – Februar –Niedersachsen

Niedersachsen, aufgenommen vom Sentinel-2B Satelliten am 15.12.2022 und 09.01.2024

2022 2024

Das Satellitenbild des Monats Februar ist der zweite Teil unserer zwölfteiligen visuellen Reise. Es führt den Themenblock „Akute Gefährdung – Sichtbar aus dem All“ weiter, welcher sich mit Naturgefahren, ihren sichtbaren Auswirkungen und den Möglichkeiten satellitengestützter Analyse beschäftigt.
Das Bild zeigt einen Teil des norddeutschen Bundeslandes Niedersachsen.
Für die Darstellung wurde ein Falschfarbenkomposit auf Basis der Spektralbänder 11, 8A und 4 des Sentinel-2B Satelliten verwendet. Detaillierte Informationen zur Satellitenbildaufbereitung und dem eingesetzten Komposit „Vegetationsanalyse“ finden sich hier.

Aufbau des Bildes

Im Bildausschnitt sind die beiden Flüsse Aller und Weser zu erkennen, die in der Nähe der Stadt Verden zusammen fließen und in schwarz dargestellt werden. Zudem sind am nördlichen Bildrand noch Teile Bremens abgebildet, die wie die die übrigen Siedlungsflächen in gräulichen Farben erscheinen. Die Falschfarbendarstellung ermöglicht eine klare Unterscheidung der Landnutzung. Die dunkelgrünen Flächen im Osten kennzeichnen bewaldete Gebiete. Landwirtschaftliche Flächen hingegen erscheinen teilweise in türkis, wenn sieschneebedeckt sind. Schneefreie Felder zeigen je nach Oberfläche helle Braun- und Rottöne (offener Boden) oder helle Grüntöne (bewachsen).

Weihnachtshochwasser 2023/24

Das Weihnachtshochwasser 2023/24 war eine ausgeprägte Hochwasserlage in Norddeutschland, die durch langanhaltende Regenfälle und gesättigte Böden hervorgerufen wurde und besonders die Region an der Aller bei Verden traf. Dort stiegen die Pegel deutlich an und es kam zu beschädigten Deichen sowie Überschwemmungen im Deichvorland. Ein Campingplatz musste evakuiert werden, und Ortsteile wurden zeitweise durch die Fluten vom Umland abgeschnitten. Die Lage hielt über Weihnachten bis in den Januar an und erforderte umfangreiche Einsätze von Feuerwehr und technischen Hilfsdiensten. 

Der Vergleich der beiden Sentinel-2-Aufnahmen aus dem Hochwasserjahr und dem Vorjahr zeigt deutlich das Ausmaß der Überflutungen entlang der Aller. 

Analyse mittels Satellitendaten

Solche und andere Flutereignisse können mithilfe von Satelliten- und Luftbilddaten sowie weiteren Geodaten analysiert werden, beispielsweise durch den Vergleich von Vorher- und Nachher-Aufnahmen sowie die Berechnung überfluteter Flächen. So lässt sich das flächenhafte Ausmaß der Schäden quantifizieren und eine wichtige Grundlage für ein effektives Katastrophenmanagement schaffen.

Bei mundialis verfügen wir über fundierte Expertise in der effizienten Verarbeitung und Analyse nützlicher Geodaten.
So bieten wir unter anderem Schulungen zur Simulation von Wasserabfluss an. Mithilfe dieser Simulationen können Einblicke darüber gewonnen werden, wie Wasser bei Niederschlag über eine Geländeoberfläche abfließt und wopotenzielle Überflutungsrisiken bestehen. 

Zudem liefert unser Produkt „Befestigte Flächen für die Wasserwirtschaft“ Wasserwirtschaftsverbänden und Stadtentwässerungsbetrieben entscheidende Informationen über die Auswirkungen versiegelter Flächen auf das Entwässerungssystem. Gerade vor dem Hintergrund zunehmender Extremniederschläge gewinnt diese Analyse zunehmend an Bedeutung. Weitere Informationen finden Sie auch in unserem kostenfreien Webinar zum Thema. 

Contains modified Copernicus Sentinel data (2022)/ESA – created by mundialis

Satellitenbilder für die Wand gibt es unter https://art-from-space.de