Welt im Wandel – Zeichen, Spuren, Antworten.
In diesem Jahr nehmen wir euch mit unseren Satellitenbildern mit auf eine zwölfteilige visuelle Reise, die unsere Welt im Wandel zeigt: von akuten Naturereignissen über urbane Anpassungen bis zu langfristigen Landschaftsveränderungen. Jede Aufnahme macht nicht nur ein Phänomen sichtbar, sondern zeigt auch Datentechniken und Analysen, die fundierte Lösungen ermöglichen – ganz im Sinne von Earth. Data. Solutions.
Unser erster Themenblock „Akute Gefährdung – Sichtbar aus dem All“ widmet sich Naturgefahren, ihren sichtbaren Auswirkungen und den Möglichkeiten satellitengestützter Analyse.
Alberta – Kanada, aufgenommen vom Sentinel-2B Satelliten am 20.08.2025 und 25.08.2025
Das Satellitenbild des Monats Januar zeigt einen Teil der kanadischen Provinz Alberta. Als eines der drei Prärieprovinzen (Teil der Great Plains) liegt Alberta im Westen Kanadas. Der dargestellte Bildausschnitt befindet sich südöstlich der Stadt Calgary, der bevölkerungsreichsten Stadt der Provinz.
Für die Darstellung wurde ein Falschfarbenkomposit auf Basis der Bänder 12, 11 und 8A des Sentinel-2B Satelliten verwendet. Detaillierte Informationen zur Satellitenbildaufbereitung und dem eingesetzten Komposit „Atmosphärische Durchdringung“ finden sich hier.
Aufbau des Bildes
Im Westen des Bildausschnitts sind großflächig landwirtschaftlich genutzte Areale in Blautönen erkennbar, die typischerweise in quadratische Parzellen unterteilt sind. Auffällig sind zudem kreisrunde Strukturen im östlichen und südlichen Teil des Bildes. Dabei handelt es sich ebenfalls um landwirtschaftliche Flächen, welche mithilfe der Center-Pivot-Bewässerung bewirtschaftet werden.
Die östliche Hälfte der Region wird von weitläufigen Steppen- und Graslandschaften dominiert, dargestellt in Grün- und Gelbtönen. Diese werden von kleinen, unregelmäßig geformten schwarzen Flecken durchzogen, bei denen es sich meist um Seen und Teiche handelt. Zwei große Flüsse prägen zusätzlich das Landschaftsbild: der Bow River fließt von Westen kommend in Richtung Süden, während der Red Deer River die Prärie von Norden nach Osten durchquert.
Schweres Sturmereignis
Am 20. August 2025 zog eine kräftige Superzelle über Südalberta und hinterließ entlang einer bis zu etwa 15 Kilometer breiten und 200 Kilometer langen Schneise massive Verwüstungen: Sturmböen von bis zu 165 km/h und Hagel mit Durchmessern von bis zu sieben Zentimetern beschädigten Fahrzeuge, entwurzelten Bäume, legten Stromleitungen lahm und zerstörten zahlreiche landwirtschaftliche Flächen.
Der Vergleich der beiden Sentinel-2 Aufnahmen macht die Auswirkungen des Sturmereignisses deutlich sichtbar: Ein helles Band – eine sogenannte „hail scar“ („Hagelnarbe“) – zieht sich von Südwesten nach Osten durch die Prärielandschaft und über landwirtschaftliche Flächen hinweg.
Analyse mittels Satellitendaten
Satellitendaten ermöglichen die Analyse von Sturmschäden durch den Vergleich von Vorher-/Nachher-Aufnahmen und Zeitreihen. Multispektrale Sensoren wie Sentinel-2 liefern Vegetationsindizes (z.B. NDVI), deren DifferenzenSchadensflächen – etwa Hagelschäden oder Windwurf in Waldflächen – klar erkennbar machen.
Bei mundialis verfügen wir über fundierte Expertise in der effizienten Verarbeitung solcher Geodaten für dasUmweltmonitoring. Im Rahmen unseres Waldmonitoring-Produktes erfassen wir beispielsweise sturmbedingte Veränderungen des Waldbestandes und stellen damit belastbare Entscheidungsgrundlagen für eine Vielzahl von Nutzer:innen bereit. Weitere Informationen finden Sie hier sowie in unserem Webinar zum Thema.
Ein anderer Blick auf die Region
Die folgende Animation zeigt eine Überlagerung mit OSM-Daten. Die Kartendarstellung wurde mit dem terrestris OpenStreetMap-Dienst erstellt.

Contains modified Copernicus Sentinel data (2025)/ESA – created by mundialis
Satellitenbilder für Ihre Wand gibt es unter https://art-from-space.de